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MaskenBrunnen

Leogang, Fertigstellung: 15.05.2012

Themenschwerpunkt Masken

KünstlerIn: Helmut Nindl

SchülerInnen: Volksschule Leogang Klasse 3b

 

Bei Beratungen und Planungsbesprechungen für das diesjährige Projekt des Skulpturenradweges beim Standort Leogang-Hütten wurde von allen Beteiligten, vor allem auch von der Klasse 3b der Volksschule Leogang der Themenschwerpunkt Masken als sinnvoll und interessant eingeschätzt.

Masken? Bilder von Innen oder Bilder für Außen? Ein alter Mythos? Zeichen eines Glaubens? Zeichen einer Verehrung oder Verherrlichung? Ein Spaß? Eine Täuschung? Verstecken, Verkleiden? Zur Schau tragen? Maskerade? Ein Spiel? Viele dieser Gedanken und Fragen spielen eine Rolle, wenn Masken aus verschiedenen Kulturen und Epochen betrachtet und untersucht werden.

Eine umfangreiche Wortsammlung rund um die Begrifflichkeit "Maske" startete und begleitete die nun folgende Entwurfsarbeit.

Das Maskenskizzieren begann schließlich als visuelles Kommunizieren - unterhaltsam und zugleich erfindungsreich!

20 SchülerInnen begannen mit 20 Entwürfen, nach kleinen Bildideen wurden die Blätter im Uhrzeigersinn weitergegeben und von der folgenden Person weiterentwickelt. Dieser Prozess wurde 20 mal wiederholt. Auf diese Weise entstanden komplexe, intensive, detailreiche und phantastische Maskenideen.

In den folgenden Tagen schöpften die SchülerInnen weitere Bildideen aus ihren Vorstellungswelten. Unterschiedlichste Arten von Masken, mit den verschiedensten Techniken wurden kreiert. Nach diesen
variantenreichen Gestaltungsansätzen gingen sie mit der Aufgabe nach Hause, Materialien in der Natur zu sammeln und mit zu bringen.

Im "Werkraum" wurden auf großen, stabilen Blättern Materialcollagen angefertigt. Das suchende Entwerfen wich behutsamer Weiterentwicklung und wurde schließlich mit wachsender Sicherheit von Leimen, Kleben und Fixieren der Materialcollagen abgewechselt. Alles machte sehr viel Spaß - es entstanden die verschiedenartigsten Ideen zu phantastischen Fabelwesen. Zarte, feine und zierliche
Formen wechselten mit durchaus groben, deftigen, expressiven und ausdrucksstarken Bildideen
ab.

Eine bereits entwickelte Projektidee, mehrere auf Stelen zu montieren, musste aus bautechnischen Gründen überdacht werden, um zu der nun konkret geplanten Lösung zu kommen.

Ein "Maskenbrunnen" wird entstehen. Ein Zylinder bildet einen Schacht, eine Verbindung in die Tiefen der Erde. Beleuchtete Glassteine werden sichtbar und inmitten dieser Glasfelsen werden verschiedene Maskenwesen auftauchen. Aus dem Innern der Erde, aus unserem kulturellen, zum Teil unbewussten Wurzeln kommen Maskenphantasien hervor, um in unserer konkret wahrnehmbaren Welt sichtbar zu werden.

Sobald man sich auf diese Imaginationswesen einlässt, eventuell auch gedanklich entführen lässt - ja dann sind abenteuerliche Reisen durch Phantasie, Raum und Zeit eine Option!

Helmut Nindl

 

Schule: Volksschule Leogang Klasse 3b

Betreuung: Bacher Birgit

KünstlerIn: Helmut Nindl

SchülerInnen: Volksschule Leogang Klasse 3b

 

Standort der Skulptur:

Hütten, Leogang

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